Unser Motto
Kochen und ausbilden mit Herz und Verstand
Kita- und Schul- und Seniorenverpflegung:
kostendeckend! - nicht gewinnbringend!
Wer kocht? Wer bringt´s? Wer sorgt für Sauberkeit?
In der Küche am Michaelshof kochen zur Zeit vier Köchinnen und zwei Köche. Sie haben in der gehobenen Gastronomie gelernt und gearbeitet und bringen große Erfahrung in der Gemeinschaftsverpflegung mit. Insgesamt beschäftigen wir 10 Personen im Fahrer-Team 8 Menschen in der Produktion und Reinigung, zwei Auszubildende sowie zwei Menschen in der Verwaltung, die sich alle mit großem Engagement einbringen. Darunter sind auch Menschen mit Migrationshintergrund auch Menschen mit Behinderung, denen wir nach Kräften versuchen bei Inklusion und Integration ins Arbeitsleben zu helfen. Wir unterstützen all unsere Arbeitnehmer mit viel Rücksicht auf ihre jeweilige familiäre Situation. Fast alle arbeiten bei uns in Teilzeit, um neben der Arbeit auch die Care-Arbeit zu Hause noch schaffen zu können. Das alles ist für Leitung und Vorstand aber auch für manche Mitarbeiter mit enormem Engagement verbunden, das oft weit über die Arbeitszeit hinaus geht.
Kostendeckend – nicht gewinnbringend!
Wir finden, Kita-, Schul- und Seniorenverpflegung sollte nicht gewinnorientiert produziert werden. Bei uns steht die Qualität der (immer häufiger heimischen) verarbeiteten Produkte sowie faire Mitarbeiterführung an erster Stelle.
Wir wollen kostendeckend – nicht gewinnbringend arbeiten.
Geführt wird der Verein von drei ehrenamtlichen Vorständen. Dies sind Dr. Herbert Büttner/Fulda, Dieter Lomb/Kassel und Günter Stehling/Hilders.
Sowie Sandra und Christian Limpert jeweils in Teilzeit in der Küchenleitung bzw. Leitung der Verwaltung.
Wie viele essen mit?
In der Küche des Ausbildungsverbundes wurden vor 2020 täglich an die 500 Mittagessen für Schul- und Kindergartenkinder zubereitet. Im letzten Quartal des Jahres 2020 haben wir unser Angebot auf die Mittagessen-Versorgung für Senioren und Privatpersonen erweitert, dies bauen wir auch stetig weiter aus.
Heute kochen wir am Michaelshof fast 1000 Essen täglich.
Das Bestellsystem
Über unser Bestellsystem „Optimeals“ werden alle Kinder einzeln registriert. Die Bestellung läuft online über die Eltern. Zubestellungen und Abbestellungen sind bis zum Vortag 10:00 Uhr möglich. Wir können somit sehr Portions- und Grammgenau kochen.
Der Enge Kontakt zu den Ausgabeküchen der Einrichtungen und schriftliche Rückmeldungen auf den Lieferscheinen fließen in die Kalkulation der Portionsmengen mit ein und hilft ebenfalls mit, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden.
Wie wird gekocht?
Wir legen großen Wert darauf, so viel wie möglich frische Produkte selbst zu produzieren, wenig bis gar keine Geschmacksverstärker und Zusatzstoffe zu verwenden und von der Brühe über den Pudding bis zum Braten alles selbst herzustellen. Nur vereinzelt benutzen wir Fertigprodukte. Unser 6-Wochen-Speiseplan ist abwechslungsreich und entspricht den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) – wir sind allerdings nicht DGE-zertifiziert.
Woher kommen die Lebensmittel?
Fleisch beziehen wir von verschiedenen Metzgereien in der Umgebung: momentan sind das die Metzgerei Mihm, Tann; die Metzgerei Paradieshof, Familie Müller, Lahrbach; Rhönhof Henkel, Mahlerts. Geflügel liefert ausschließlich der Geflügelhof Bleuel in Hofbieber.
Alle übrigen Produkte bekommen wir ausschließlich vom regionalen Großhandel GROMA Fulda, dieser Betrieb ist noch ein Familienbetrieb und arbeitet ausschließlich in der Region Fulda und Schweinfurt. Hier beziehen wir das gesamte Trockensortiment, Tiefkühlgemüse, Milchprodukte etc. Auch SB-Union Fulda ist einer unserer Lieferanten. Weiterhin bekommen wir frische Gemüse und Obst von der Firma Frucht Hartmann aus Fulda, die ebenfalls noch Inhabergeführt ist.
Das „WENN-DANN-Prinzip“
Der Ausbau regionaler Wertschöpfungsketten liegt uns am Herzen.
Damit wir kostendeckend arbeiten können haben wir das „WENN-DANN-Prinzip“ entwickelt:
WENN es selbstgemachten Pudding gibt, DANN ist der aus der Bio-Milch von antonius – Soßen werden aus der Milch vom Großhandel gemacht.
WENN es ein volles, ganzes Ei gibt, DANN ist das ein Bio-Ei von Julian Finks Hühnermobil aus Seiferts und vom Lindengut aus Dipperz.
WENN es Hackfleisch gibt, DANN ist das immer Bio-Hackfleisch vom Rhönhof Henkel aus Mahlerts.
WENN es Rohkost- oder Blattsalat gibt, DANN ist der immer mit Raps- und/oder Leinöl von der Ölmühle Rehberg aus Hofbieber.
So hoffen wir, in Zukunft immer mehr Bio- und regionale Produkte einfließen zu lassen. Wir hoffen auch, die Eierlieferanten bald bei der Aufzucht von Bruderhähnen unterstützen zu können.
Ausgezeichnet für unser Engagement
2023 wurden in das Netzwerk der 100Klimakantinen vom Umweltministerium Hessen, sind die ersten Klimakantine des Landkreises Fulda und tun somit in unserem kleinen Rahmen sehr viel, um die Klimakatastrophe aufzuhalten.
Ebenfalls in 2023 wurden wir von der Caritas Fulda mit dem Elisabethpreis ausgezeichnet.
Was kostet das Mittagessen?
Viele unserer Mitarbeiter und auch wir selbst sind Eltern von Schul- und Kitakindern. Wir wissen, wie schwer es ist - vor allem für Eltern von mehreren Kindern – das Geld für das Essen in Schule und Kindergarten zu erwirtschaften.
Da wir hier solidarisch arbeiten, was bedeutet, dass die Menschen in der Verwaltung nicht mehr bekommen, als die Menschen, die als ausgebildete Facharbeiter in der Produktion arbeiten, sind wir quasi alle im „Niedriglohn-Sektor“ tätig.
Auch wir können uns – sollte das Essen noch teurer werden – das Schulessen für unsere Kinder bald selbst nicht mehr leisten. Auch deshalb fallen uns Preiserhöhungen sehr schwer!
Am 1.1.2022 hatten wir unsere Preise für das Kindergartenessen von 3,50 € auf 3,70 € erhöht. Im Zuge der Energiekrise entschlossen wir uns dazu, nicht noch einmal zu erhöhen, sondern den größten Posten in der Kalkulation (hochwertiges Fleisch) zu reduzieren, und somit Kosten einzusparen; gleichzeitig dadurch aber auch gesünder zu kochen und CO2 zu verringern. Dieses Konzept ist bisher, nachdem die Eltern in von uns begleiteten Elternabenden darüber informiert wurden, erfolgreich.
Wir konnten diesen Preis bis zum September 2023 halten, mussten jedoch dann und auch im September 2024 wieder unsere Preise anpassen, um weiter kostendeckend produzieren, und unsere Mitarbeiter gerecht bezahlen zu können. Heute kostet bei uns ein Kindergartenessen 4,10 €, ein Grundschulessen 4,30 €, ein Schulessen 4,50 € und ein frei Haus geliefertes Seniorenessen 7,90 €.
Was treibt uns an?
Unsere Chefin: Sandra.
Manchmal will sie ein bisschen viel auf einmal, deshalb haben wir sie überzeugt, kleine Schritte zu gehen. Wohin sie will? … mehr hier: Link zu – Klimakantine, warum? - sozial gerecht… wie geht das? - Graswurzel-Ernährungsbildung…. - Lebensmittel-Nachrichten
Unser Ziel
Wir – die wir nur durch viel Ehrenamt, Eigenleistung und Unterstützung des Landkreises kostendeckend arbeiten können - wollen das transformative Konzept einer kostendeckenden Schulverpflegung weiter in die Welt tragen, und mithelfen, dass Menschen wieder anfangen, Lebensmittel zu schätzen, die Schöpfung zu bewahren und sich in der Region umschauen, was es dort Gutes gibt.
Wir leben die Transformation, die es so dringend braucht.
Mahatma Ghandi sagte:
"Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse aber nicht für jedermanns Gier“
Deshalb suchen (und finden) wir Menschen, mit denen wir sinnstiftend zusammenarbeiten könne. Menschen in unserer Nachbarschaft, die folgendes beherzigen:
wann ist Genug eigentlich Genug?
Muss ich als Geschäftsführer/Manager wirklich 232 x so viel verdienen, wie mein Angestellter (Post)?
Wen ich ein Auskommen habe, ein bisschen Freude am Leben und am gemeinsamen arbeiten, ein bisschen Urlaub im Grünen und gesunde Kinder, ist das dann nicht eigentlich genug?






