Graswurzel-Ernährungsbildung Schul-AG „Essen retten – Leben retten !"
In Zusammenarbeit mit dem Schulverein der Eberhardschule Tann (https://www.eberhardschule-tann.de) konnten wir eine lange gehegte Idee verwirklichen.
Im Rahmen der Nachmittagsbetreuung leitet unsere Küchenleiterin Sandra Limpert eine KochAG zur Thema „Essen retten – Leben retten“.
Unterstützt wird das Projekt vom FiBL Deutschland e.V., Frankfurt am Main (Link einfügen) als Servicestelle für Ernährungsinitiativen. (Link einfügen).
Das Ziel ist, Kinder für das Thema Klimaschutz im Zusammenhang mit Ernährung zu sensibilisieren; ihnen zu vermitteln, dass auch die kleinen Schritte im eigenen Umfeld wichtig sind.
Außerdem wollen wir damit die teilnehmenden Kinder vom Essen der Ganztagsverpflegung überzeugen, um die Akzeptanz hierfür zu erhöhen und neue Kinder zur Mittagsverpflegung zu gewinnen. Die teilnehmenden Kinder sollen in der Folge für mehr Akzeptanz von vegetarischen Gerichten in der Mensa werben und zu „Verteidigern“ der Gerichte vom Ausbildungsverbund werden.
Es ist uns auch wichtig, Kinder für die Lebensmittel verarbeitenden Berufe zu begeistern und in der Folge auch generell für Handwerksberufe zu gewinnen.
Momentan laufen in der Kooperation Schulverein/SEI/Ausbildungsverbund zwei Workshops wöchentlich mit jeweils 10 Kindern aus der 3. und 4. Klasse der Eberhardschule. Die Nachfrage ist groß, der Spaß beim Kochen auch.
Wenn wir Menschen finden, die mit uns zusammen das Projekt ausweiten wollen, und mit Kindern kochen wollen, möchten wir in Zukunft auch Schüler und Schülerinnen von Grund- Haupt- und Realschulen aller Jahrgangsstufen aus anderen Schulen der Rhön erreichen, und das Angebot der KochAG auf weitere Schulen ausweiten.
Praktisch läuft es folgendermaßen ab: die Kinder wählen sich zu Schuljahresbeginn verbindlich in das AG-Angebot der Schule ein. Einschreibung gilt für das gesamte Schuljahr. Es nehmen maximal 12 Kinder pro Workshop teil. Die Leitung der AG bereitet Themenorientiert die Workshops vor, kauft/rettet Lebensmittel, die verarbeitet werden und bereitet die Rezepte auf, sodass sie von bis zu drei Gruppen zubereitet werden können.
Themen sind unter anderem:
Getreide (Grundinformationen per Arbeitsblatt, Getreide Mehl aus Dinkel selbst in der Getreidemühle mahlen, daraus einen Hefeteig für Foccacia oder Pizza herstellen)
Eier (Infos Haltungsformen, Bruderhahnprojekte, Hygiene, Frische, per Arbeitsblatt, dann Eigerichte zubereiten)
Ei und Getreide (Kuchen backen, Pfannkuchen, Spätzle, Nudelteig)
Milch und Milchalternativen
Fleisch und Fleischalternativen
Gemüse saisonal und regional
u.v.m.
immer unter dem Gesichtspunkt regional, saisonal, fair, Menschenwohl (wer baut was wo an?, wer verarbeitet was wo und zu welchem Lohn?), Tierwohl, Auswirkungen auf das Klima.
Immer wird etwas gerettetes zubereitet oder verzehrt:
fast immer Smoothie, Shake oder Lassi aus gerettetem Obst
Fallobst-Kuchen
Pizza mit gerettetem Gemüse
Marmeladen oder Mus aus gerettetem Obst (Haltbarmachung)
Tomatensoße aus geretteten Tomatensoße
u.v.m.
Die Kinder werden so sensibilisiert, Lebensmittel wieder mehr wertzuschätzen;lernen, was - vom Samen bis zum Supermarkt - im Lebensmittel steckt; werden für regionale und saisonale Lebensmittel sensibilisiert. Sie verlieren die Angst vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum, lernen Lebensmittel und verarbeitete Produkte nach Aussehen, Geruch und Geschmack zu bewerten und können somit einschätzen, was noch verarbeitet werden kann. Damit sorgen wir effektiv für weniger Lebensmittelverschwendung.
Die Kinder sollen
Zusammenhänge der Lebensmittelindustrie (anfangen) zu erkennen
die Vorteile von regionalen und Bio – Lebensmitteln erkennen
Lebensmittel die als „nicht mehr haltbar“ deklariert werden selbst nach Sensorik zu beurteilen
Obst und Gemüse, das als schlecht verkäuflich deklariert wird, noch zu verwenden und zu entscheiden, welche Teile nutzbar sind






