Von Wiese bis Wärme - Erster Nachhaltigkeitspreis der RhönEnergie verliehen

Die Preisträger des ersten RhönEnergie-Nachhaltigkeitspreis zusammen mit dem RhönEnergie-Geschäftsführer Dr. Arnd Meyer (links) und dem hessischen Umwelt-Staatssekretär Michael Ruhl (hinten rechts). © Linda Scherdin
Erstmals wurde der RhönEnergie-Nachhaltigkeitspreis verliehen, um regionale Initiativen zum Schutz von Klima und Umwelt zu würdigen. Die drei Preisträger des Jahres wurden für ihr Engagement ausgezeichnet und zeigten ihre Beiträge zum Umweltschutz auf lokaler Ebene.
Fulda - „Mit diesem Preis wollen wir konkrete, vorbildliche Projekte in der Region sichtbar machen und die Menschen
motivieren, nachhaltige Initiativen umzusetzen“, erklärte RhönEnergie-Geschäftsfüher Dr. Arnd Meyer zu Beginn der Veranstaltung. Gemeinsam mit dem hessischen Umwelt-Staatssekretär Michael Ruhl (CDU) ehrten sie die Gewinner, die sich mit innovativen Ideen für den Klimaschutz engagieren.
RhönEnergie verleiht erstmals Nachhaltigkeitspreis für regionale Projekte
Der Preis solle nicht nur größere, sondern auch kleinere Projekte fördern, die einen positiven Beitrag zum Umweltschutz und zur Nachhaltigkeit leisten, laut Meyer.
Für die erstmals verliehene Auszeichnung gingen insgesamt 18 Bewerbungen ein. Teilnehmen konnten Gruppen, Vereine, Kitas, Schulen und Einzelpersonen aus der Region. „Es freut uns, dass so viele Menschen in der Region aktiv zum Thema Nachhaltigkeit beitragen“, erklärte Prof. Karim Khakzar, Präsident der Hochschule Fulda und Sprecher der Fachjury.
Die Auswahl der Preisträger erfolgte nach verschiedenen Kriterien, darunter die Wirkung der Projekte auf Klima und Umwelt sowie deren Übertragbarkeit auf andere Regionen.
Erster Gewinner des Nachhaltigkeitspreises ist Streuobst-Projekt

Den ersten Preis und damit 5000 Euro erhielt der Jugendhilfeverbund St. Elisabeth aus Maberzell. Das Projekt „Schaffung eines artenreichen Streuobstbiotops“ wurde für seine Bedeutung für den Artenschutz ausgezeichnet. Auf einem ehemaligen landwirtschaftlichen Gelände wurde eine Streuobstwiese mit hiesigen Obstbaumsorten angelegt. Die Fläche wurde zusätzlich durch weitere Maßnahmen zugunsten von Vögeln und Insekten bereichert.
Christof Schneider, Leiter des Jugendhilfeverbunds, betonte die Bedeutung des Projekts nicht nur für den Naturschutz, sondern auch für die Beteiligung der betreuten Kinder und Jugendlichen
an der Umsetzung. „Es geht uns darum, dass auch die Kinder aus schwierigen Verhältnissen lernen, wie wichtig der Schutz der Natur ist. Durch dieses Projekt können sie aktiv Verantwortung übernehmen“, erklärte Schneider.
Der erste Platz ging an den Jugendhilfeverbund St. Elisabeth aus Marberzell mit ihrem Projekt der Erschaffung einer artenreichen Streuobstwiese. © Linda Scherdin
Das Preisgeld möchte der Verbund nutzen, um weitere eineinhalb Hektar zu bewirtschaften. In Zusammenarbeit mit der ABC-Land-Schule Marberzell soll ein Projekt zur Züchtung von Bienen gemeinsam mit einer Schulklassen geschaffen werden.
Der zweite Preis, dotiert mit 3000 Euro, ging an den Ausbildungsverbund Rhöner Lebensmittel e.V. am Michaelshof aus Hilders, der bereits im vergangenen Jahr mit dem Elisabeth-Preis der Caritas Fulda für seine Versorgung von Schul-, Kindergarten und Seniorenkantinen ausgezeichnet worden war.
Bioenergiedorf Heubach für Nahwärmenetzt ausgezeichnet

Dabei werden unter anderem Produkte aus der Region und dem UNESCO-Biosphärenreservat Rhön verwendet. Sandra Limpert, Mitarbeiterin des Vereins, erläuterte: „Es ist uns wichtig, nicht nur klimafreundliche Mahlzeiten anzubieten, sondern auch lokale Produzenten zu unterstützen und so die Region zu stärken.“ Das Preisgeld soll laut Limpert, für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter genutzt werden, damit diese mit passenden Jacken ausgestattet werden können.
Die Zweitplatzierten des Ausbildungsverbund Rhöner Lebensmittel aus Hilders gewannen mit ihrem Projekt des regionalen und fairen Mittagessen. © Linda Scherdin
Der dritte Preis und 2000 Euro gingen an das Bioenergiedorf Heubach eG für die Gründung einer Genossenschaft zum Betrieb eines Nahwärmenetzes. Das Netzwerk versorgt 90 Prozent der Gebäude im Dorf mit klimafreundlicher Wärme aus Holzhackschnitzeln. Der Vorstandsvorsitzende des Vereins, Herbert Krack, berichtete, dass das Projekt bereits seit zehn Jahren eine wichtige Rolle im Ort spiele und dass die gesamte Dorfgemeinschaft stark involviert sei.
„Durch die Nutzung von Abfallholz aus den heimischen Wäldern leisten wir einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz“, erklärte Krack. Mit dem Preisgeld möchte die Genossenschaft den nächsten Schritt der Wärmespeicherung gehen und das laut Krack, zusammen mit der RhönEnergie.

Die Drittplatzierten aus Heubach mit ihrem Projekt der Gründung einer eigenen Genossenschaft zum Betrieb eines lokalen Wärmesnetzes. © Linda Scherdin
Im Rahmen der Veranstaltung, bei der auch Politiker, Vertreter der IHK Fulda und lokale Bürgermeister anwesend waren, überreichte Umwelt-Staatssekretär Ruhl den Gewinnern die eigens gestalteten Trophäen. „Jeder dieser Beiträge ist ein wertvoller Schritt in die richtige Richtung“, sagte er und lobte das Engagement der Teilnehmer. „Es ist entscheidend, dass jeder von uns seinen Teil zum Klimaschutz beiträgt.“
Die Gewinnerprojekte werden in professionell produzierten Videos vorgestellt, die auf der Website der RhönEnergie Gruppe zu sehen sind. „Es ist schön zu sehen, wie diese Projekte auch in den kommenden Jahren eine inspirierende Wirkung auf andere haben werden“, so Sprecher der RhönEnergie Geschäftsführung Martin Heun.
RhönEnergie will 100 Millionen Euro in Solar- und Windstrom investieren
Das Unternehmen setzt sich weiterhin für den Klimaschutz ein. Heun erklärte: „Wir möchten mit dem Preis lokale Nachhaltigkeitsinitiativen stärken, aber auch als Unternehmen einen aktiven Beitrag leisten.“ Bis 2030 will das Unternehmen 100 Millionen Euro in die Erzeugung von Solar- und Windstrom investieren. Weitere 100 Millionen Euro sollen in den Ausbau der Netzinfrastruktur fließen.






