Hilfe bei Allergien
Wie man versteckte Allergene meidet Rezepte und Tipps
Ein Löffel Erdbeerquark und die Haut bekommt rote Flecken, ein Stückchen Fertigpizza und Atemnot stellt sich ein .... Immer mehr Deutsche - geschätzte vier bis sieben Millionen - reagieren allergisch auf Lebensmittel. Das Problem: Selbst wenn sie wissen, wogegen sie allergisch sind, kann es passieren, dass sie ungewollt das verbotene Lebensmittel verzehren. Denn wer weiß schon, dass normale Vollmilchschokolade Nüsse enthält, Parmesan mit Hilfe von Mehl streufähig gehalten und so mancher Orangensaft mit Molke versetzt wird?
Sandra Limpert vom Ausbildungsverbund Rhöner Lebensmittel e.V. kennt diese Probleme von Allergikern genau. Sie hat an der Reformhaus-Fachakademie in Oberursel die einwöchige Fortbildung „Lebensmittel-Allergien“ mit Dr med. Uwe Siedentopp absolviert. "Jeder Allergiker braucht die Sicherheit, dass er sein Allergen wirklich meiden kann. Deshalb informiere ich mich genau, was in welchem Lebensmittel enthalten ist, bevor ich unsere Schul- und Kindergartenverpflegung koche, denn für Kinder mit einer Lebensmittel-Allergie ist wichtig zu wissen, dass sie die für sie vorbereiteten Produkte bedenkenlos essen können und umgekehrt: wo sich häufige Allergieauslöser wie z.B. Bestandteile aus Milch, Eiern oder Zitrusfrüchten verbergen können." Hierbei arbeitet Sandra Limpert mit speziellen Lebensmittellisten.
Reformhäuser, Bio-Läden und auch Supermärkte bieten bereits für jede Allergiker-Gruppe ein breites und schmackhaftes Spezialsortiment. Auch wenn eine Allergie lange Zeit bestehen kann, ist bei Ausschluss des entsprechenden Lebensmittels ein symptomfreies Leben gut möglich.
Sandra Limpert gibt auch gerne persönlich konkrete Tipps und Produktempfehlungen. Wie man trotz einiger Einschränkungen raffiniert und abwechslungsreich kocht, zeigen Rezepte, die sie kostenlos an ihre Kunden weitergibt.
Wer wenig Zeit hat, findet auch im Bio-Laden schon leckere Fertiggerichte, die weniger Zutaten enthalten und ohne synthetische Zusatzstoffe hergestellt wurden. „Aber am sichersten – und am leckersten! – ist es, wenn man selbst mit frischen, regionalen Produkten kocht“, sagt sie, und weiter: „kreativ wird man eigentlich erst richtig, wenn man eine etwas eingeschränkte Palette an Zutaten hat, und dann daraus etwas schmackhaftes zaubern soll“ Das hat sie in der Zeit als sie ausschließlich vegetarisch und vegan kochte immer wieder feststellen können.
Besonders wichtig findet Sandra Limpert die Vorbeugung. "Wer bereits eine Pollenallergie hat, sollte etwas aufpassen. Denn manche Lebensmittel, vor allem Obst und Nüsse, haben ähnliche Allergene wie Pollen. Man spricht dann von Kreuzreaktionen." Baumpollenallergien weiten sich oft auf Kern- oder Steinobst, Kiwi, Karotten, Nüsse oder Sellerie aus. Graspollenallergiker können die gleichen Beschwerden beim Verzehr von Getreide; Hülsenfrüchten und Paprika bekommen.
Wer sich zum Thema Allergie informiern will, ist bei Sandra Limpert im Handwerkerhof Hilders unter Telefonnummer 06681/3751391 oder per e-mail: herzlich willkommen






