Die Frage ist doch...
...brauchen wir wirklich so oft Fleisch?
Zu Beginn dieses Jahres mussten wir den Preis für unser Essen anheben.
Mitte 2019 hatten wir dies zum letzten Mal getan.
Jedoch überschlagen sich die Preiserhöhungen unserer Lieferanten förmlich seit Beginn der Pandemie - besonders jedoch seit Beginn des Krieges in der Ukraine.
Good food isn't just about deliciousness. It's also about health – our own health, and the health of the environment. Bei gutem Essen geht es nicht nur um den guten Geschmack. Es geht auch um Gesundheit – unsere eigene Gesundheit und die Gesundheit der Natur. Yotam Ottolenghi, Küchenchef
Die Fakten:
a)=> der Kostendruck beim Einkauf der Lebensmittel und dem Kraftstoff für die Auslieferung ist zu hoch, um die Preise weiterhin auf dem Niveau zu halten. Wir können so nicht mehr kostendeckend produzieren.
Preisbeispiele im Vergleich Juni 2021 zu Juni 2022:
Diesel, 1l: 1,369€ --- 1,979€ = + 44,6 %
Weizenmehl 1kg: 0,49€ --- 0,65€ = + 32,7 %
Bio-Kartoffeln 5kg: 8,08€ --- 8,15€ = + 0,9 %
Joghurt, 5kg 5,69€ --- 8,89€ = + 56,2 %
Butter, 250g 1,38€ --- 2,24€ = + 62,3 %
Rapsöl, Rhöner 10l 17,75€ --- 25,32€ = + 42,6 %
Pute 1 kg 7,90€ --- 8,10€ = + 2,5 %
Rinderhack 1kg 6,90€ --- 7,50€ = + 8,7 %
b)=> der bei weitem größte Kostenfaktor auf unserem Speiseplan ist der Fleischeinkauf. Wie Sie wissen, kaufen wir Fleisch und Geflügel ausschließlich bei regionalen Produzenten. Dies wird auch weiterhin so bleiben, daran wird sich nichts ändern! Mitarbeiter- und Tierwohl wird von unseren familiengeführten Lieferanten noch geachtet, deshalb gibt es hier keine Alternative für uns.
Auf Basis dieses Hintergrundwissens und gemessen an der Zielsetzung unseres Vereins bleiben uns folgende
mögliche Lösungswege:
1)=> Preiserhöhungen
2)=> Einkauf von minderwertigem Fleisch
3)=> Einsatz von weniger aber weiterhin hochwertigem, regionalem Fleisch
Unsere Entscheidung ist bei Betrachtung aller Informationen klar:
Wir entscheiden uns für den Weg der Reduzierung. Ab nun werden wir an 2 von 5 Tagen Fleisch bzw. Fisch bzw. ein Eigericht kochen.
KURZundKNAPP
...weitere gute Gründe die für unsere Entscheidung sprechen:
Für 100 kg Schweinefleisch sind im Schnitt etwa 280kg Futter nötig. (aktueller Bezug: Weizenknappheit durch Krieg, Klimakatastrophe gefördert durch Sojaanbau, Massentierhaltung ect.)
55 kg Fleisch (Rind, Schwein, Geflügel) isst eine Person in Deutschland pro Jahr (Bundesinformationszentrum Landwirtschaft) das ist 1 kg pro Woche.
Pro kg Rindfleisch wird 60kg CO2 ausgestoßen.
Zur ausführlichen Begründung dieser Entscheidung (Quellen) lesen/sehen/hören Sie gerne die unten angegebenen Links.
Mit viel Herz, (hoffentlich genug) Verstand und zum Gedankenaustausch bereit
schicke ich Grüße vom Michaelshof
Sandra Limpert
Interessante Links für Menschen, die mehr wissen möchten:
Klimagase aus der Viehhaltung (Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/daten/land-forstwirtschaft/beitrag-der-landwirtschaft-zu-den-treibhausgas#klimagase-aus-der-viehhaltung)
Grafik CO2-Abdrücke im Vergleich: ifeu-Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg gGmbH
Menge des Futters zur Herstellung von Fleisch, Zusammenhang Weizenknappheit: www.mdr.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/schweinefleisch-getreide-tierfutter-brot-100.html?s=09
Woher kommt das Futter für die konventionelle Tier/Massentierhaltung?: www.wwf.de/themen-projekte/landwirtschaft/produkte-aus-der-landwirtschaft/soja/soja-als-futtermittel
Hintergründe Preissteigerungen in einigen Branchen, wer verdient eigentlich an den Preiserhöhungen? Stichwort „Lebensmittelspekulationen“:
Beispiel für eine klimaengagierte Mensa, Bericht aus dem August 2021:
SandrasSpezialTipp:
Wirklich interessant und beim Bügeln/Schrauben/Wasauchimmer gut nebenher zu hören:
Kemferts Klima Podcast:
https://www.mdr.de/nachrichten/podcast/kemfert-klima/index.html






